Welche Transportversicherung braucht ein Umzugsunternehmer?

von FSA24


  10. Nov 2015


Die Transportversicherung für Umzüge hat zwei wesentliche Bestandteile, die sich ergänzen und teilweise überschneiden. Zunächst kann der Frachtführer, sofern er nicht ohnehin dazu verpflichtet ist, eine Verkehrshaftungsversicherung für die Haftung nach § 451 HGB abschließen. Die Haftung des Umzugsunternehmers ist nach § 451 HGB begrenzt und lückenhaft. Allein daraus ergibt sich schon die Notwendigkeit, zu prüfen, ob nicht der Abschluss einer Transportversicherung mit voller Deckung ggf. auch zum Neuwert angeraten werden muss. Da die Transportversicherung für die Verkehrshaftung des Umzugsunternehmers nur für die auf 620 € je Kubikmeter begrenzte Haftung eintritt, ist es für den Frachtführer wichtig, sicherzustellen, dass er sich in jedem Fall auf diese Haftungsbeschränkung auch sicher berufen kann. Ist der Auftraggeber ein Verbraucher, so haftet der Umzugsunternehmer nur dann begrenzt im Sinne §451 HGB, wenn er seinen Hinweis- und Aufklärungspflichten nachkommt. Dabei muss insbesondere auf die Möglichkeit des Abschlusses einer Transportversicherung zum Neuwert explizit hingewiesen werden. Ferner müssen Verbraucher ausführlich zum Thema Haftung und Versicherung aufgeklärt werden. Da die von der Verkehrshaftungsversicherung angerechneten Zeitwerte auf Grund des zum Teil fortgeschrittenen Alters von Umzugsgut sehr gering ausfallen können, ist häufig der Abschluss eine Neuwertversicherung ratsam, denn nicht jedem erscheint es zumutbar, Hausrat gebraucht zu erwerben.

Die Verkehrshaftungsversicherung für Umzugsunternehmer ist entweder für eine Jahrespauschale je Zugfahrzeug oder gegen eine umsatzabhängige Prämie zu haben.
Die Transportversicherung für Umzugsgut zum Neuwert wird für jeden einzelnen Umzug risikorecht kalkuliert.

Siehe:

Haftung-und Transportversicherung bei Umzuegen

und

http://www.fsa24.de/pdf/Haftung-Umzug.pdf