Dieselpreis-Kompensationsrechner
Ermitteln Sie den erforderlichen Kompensationsfaktor für Ihre Flotte.
Alle Berechnungen erfolgen lokal in Ihrem Browser – keine Daten werden übertragen.
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Dieselpreis-Kompensation für Transportunternehmen – Was Sie wissen müssen
Steigende Dieselpreise belasten Transportunternehmen unmittelbar. Während Frachtverträge oft auf einem festen Dieselpreisniveau kalkuliert sind, verändert sich der tatsächliche Tankpreis täglich. Die Dieselpreis-Kompensation (auch Dieselfloater oder Treibstoffklausel genannt) ist das zentrale Instrument, um diese Lücke zu schließen.
Was ist der Kompensationsfaktor?
Der Kompensationsfaktor gibt an, welcher Prozentsatz des Frachtumsatzes als Zuschlag erforderlich ist, um die Diesel-Mehrkosten vollständig auszugleichen. Er berechnet sich aus:
- Diesel-Mehrkosten pro Jahr = (Dieselpreis aktuell − Dieselpreis Basis) × Jahresverbrauch in Litern
- Kompensationsfaktor (%) = Diesel-Mehrkosten / Jahresumsatz × 100
Ein typischer LKW mit 300 km Tagesfahrleistung und 24 l/100 km Verbrauch benötigt bei einem Dieselpreisanstieg von 0,35 €/l eine Kompensation von ca. 4,85 % auf die Tagespauschale.
Warum reichen pauschale 3 % oft nicht aus?
Viele Auftraggeber bieten pauschal 3 % Frachtpreiserhöhung als Dieselkompensation an. Ob das ausreicht, hängt vom konkreten Dieselpreisanstieg ab:
- Bei +0,20 €/l Preisanstieg: 3 % können ausreichen
- Bei +0,35 €/l Preisanstieg: mindestens 4,85 % erforderlich – 3 % decken nur 62 % der Mehrkosten
- Bei +0,50 €/l Preisanstieg: ca. 6,9 % erforderlich
Ohne rechnerischen Nachweis (Analyse) fehlt Transportunternehmen die Verhandlungsgrundlage gegenüber ihren Auftraggebern.
Tagespauschale vs. km-Pauschale
Die Art der Abrechnung beeinflusst den Kompensationsfaktor:
- Tagespauschale (€/Tag): Der Kompensationsfaktor bezieht sich auf den Tagesumsatz. Häufig bei Nahverkehr und festen Touren.
- km-Pauschale (€/km): Der Kompensationsfaktor bezieht sich auf den km-Umsatz. Üblich im Fernverkehr und bei variablen Strecken.
Unser Rechner unterstützt beide Abrechnungsarten und ermöglicht die Berechnung für gemischte Flotten.
Volljahr vs. laufendes Jahr – korrekte Betrachtung
Ein häufiger Fehler: Die Mehrkosten werden nur auf das laufende Kalenderjahr bezogen, obwohl der Preissprung erst im März stattfand. Unser Rechner unterscheidet deshalb klar:
- Kompensationsfaktor (%) – immer auf Volljahrsbasis berechnet. Dieser Wert gilt dauerhaft als Verhandlungsgrundlage, unabhängig vom Zeitpunkt des Preisanstiegs.
- Tatsächliche Mehrkosten im laufenden Jahr – anteilig ab dem Datum des Preisssprungs bis Jahresende. Zeigt den realen Schaden im aktuellen Geschäftsjahr.
- Bereits aufgelaufener Verlust – vom Preissprung bis heute. Macht sichtbar, was bereits unwiederbringlich verloren ist.
Sie geben das Datum des Preisssprungs ein – der Rechner berechnet alle drei Werte automatisch.
Dieselpreisklausel im Frachtvertrag
Eine Dieselpreisklausel (Dieselfloater) im Frachtvertrag schützt beide Seiten vor überraschenden Preisschwankungen. Sie definiert:
- Den Basis-Dieselpreis bei Vertragsabschluss
- Die Berechnungsmethode für den Zuschlag/Abschlag
- Den Referenzindex (z.B. BGL-Dieselpreisinfo für Großverbraucher)
- Die Anpassungsintervalle (monatlich, quartalsweise)
Delay-Effekt: Warum schnelles Handeln wichtig ist
Jeder Monat ohne Kompensationsanpassung kostet bares Geld. Bei einer Flotte von 5 LKW und einem Dieselpreisanstieg von 0,35 €/l beträgt der monatliche Verlust ca. 2.310 €. Nach 6 Monaten ohne Anpassung summiert sich der Verlust auf über 13.860 € – unwiederbringlich.
So nutzen Sie den Kompensationsrechner
- Dieselpreise eingeben – den Basispreis (Vertragsgrundlage) und den aktuellen Preis
- Fahrzeuge erfassen – einzeln oder als Gruppe gleichartiger Fahrzeuge
- Berechnung starten – sofortige Ergebnisse mit Grafiken
- Analyse herunterladen – professionelles PDF für die Verhandlung mit dem Auftraggeber