Bustür klemmt Kinderwagen ein – 28.000 € Schaden
von FSA24
2026-03-20
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Die automatische Bustür schließt sich, während eine Mutter mit Kinderwagen einsteigt. Das Baby wird verletzt, der Gesamtschaden beträgt 28.000 €.
Bustür klemmt Kinderwagen ein – 28.000 € Schaden
An einer innerstädtischen Haltestelle will eine junge Mutter mit Kinderwagen in den Stadtbus einsteigen. Die automatische Tür schließt sich zu früh und klemmt den Kinderwagen ein. Der Bus fährt an – der Kinderwagen wird mitgeschleift.
Was ist passiert?
Die 29-jährige Mutter war mit ihrem 10 Monate alten Baby im Kinderwagen unterwegs. An der Haltestelle öffnete sich die mittlere Tür des Stadtbusses. Die Mutter schob den Kinderwagen halb in den Bus, als die Tür sich automatisch schloss. Der Einklemmschutz der Tür versagte – die Tür klemmte den Kinderwagen an der Hinterachse ein.
Der Busfahrer bemerkte die Situation nicht sofort und fuhr an. Der Kinderwagen wurde etwa zwei Meter mitgeschleift, bevor andere Fahrgäste laut riefen und der Fahrer stoppte. Das Baby erlitt durch den Ruck Prellungen und eine leichte Gehirnerschütterung. Die Mutter stürzte beim Versuch, den Kinderwagen festzuhalten, und verletzte sich am Handgelenk.
Eine technische Untersuchung ergab, dass der Einklemmschutz der Tür defekt war. Die letzte Wartung lag vier Monate zurück, obwohl ein dreimonatiger Wartungsintervall vorgeschrieben war.
Schadenhöhe: 28.000 €
- Medizinische Behandlung (Mutter und Baby): 6.500 €
- Schmerzensgeld Baby: 12.000 €
- Schmerzensgeld Mutter: 5.000 €
- Zerstörter Kinderwagen: 1.200 €
- Anwaltskosten: 3.300 €
Versicherungsrelevanz
Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Busunternehmens reguliert den kompletten Schaden. Erschwerend kommt hinzu, dass das Wartungsversäumnis ein Organisationsverschulden des Unternehmens darstellt. Dies kann zu Regressforderungen des Versicherers führen. Die Busversicherung deckt zwar den Schaden, doch bei nachgewiesener Fahrlässigkeit drohen dem Unternehmen höhere Prämien.
Fazit
Regelmäßige Wartung der Türschließmechanismen ist keine Kür, sondern Pflicht. Busunternehmen müssen Wartungsintervalle strikt einhalten und dokumentieren. Eine lückenlose Busversicherung schützt finanziell, ersetzt aber nicht die Verantwortung für die technische Sicherheit des Fahrzeugs.
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