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Fahrgast stürzt beim Anfahren – Wirbelkörperfraktur, 145.000 €

von FSA24


  2026-03-20

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Ein stehender Fahrgast stürzt beim ruckartigen Anfahren des Busses und erleidet eine Wirbelkörperfraktur. Die Folgekosten betragen 145.000 €.

Fahrgast stürzt beim Anfahren – Wirbelkörperfraktur, 145.000 €

Ein 62-jähriger Fahrgast hält sich an der Haltestange fest, als der Bus unerwartet ruckartig anfährt. Der Mann verliert den Halt, stürzt rückwärts und schlägt mit dem Rücken auf die Sitzkante. Die Diagnose: Wirbelkörperfraktur.


Was ist passiert?

Der Fahrgast war gerade in den Linienbus eingestiegen und suchte einen Sitzplatz. Alle Plätze waren besetzt, also stellte er sich in den Stehbereich und griff nach der Haltestange. Bevor er festen Halt fand, fuhr der Bus mit einem deutlichen Ruck an.

Der 62-Jährige wurde nach hinten geschleudert und schlug mit dem unteren Rücken auf die Kante eines Klappsitzes. Sofort spürte er einen stechenden Schmerz in der Lendenwirbelsäule. Andere Fahrgäste halfen ihm, der Bus hielt an der nächsten Haltestelle und ein Rettungswagen wurde gerufen.

Im Krankenhaus wurde eine Kompressionsfraktur des zweiten Lendenwirbels diagnostiziert. Es folgte eine Operation mit Versteifung zweier Wirbelkörper. Der Patient war sechs Monate arbeitsunfähig und leidet bis heute unter chronischen Rückenschmerzen, die seine Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränken.


Schadenhöhe: 145.000 €

  • Operation und Krankenhausaufenthalt: 38.000 €
  • Rehabilitation: 15.000 €
  • Verdienstausfall (6 Monate): 24.000 €
  • Schmerzensgeld: 50.000 €
  • Dauerhafte Erwerbsminderung (kapitalisiert): 12.000 €
  • Anwalts- und Gerichtskosten: 6.000 €

Versicherungsrelevanz

Der Busunternehmer haftet über die Kfz-Haftpflichtversicherung für die Sicherheit seiner Fahrgäste. Ruckartiges Anfahren gilt als Sorgfaltspflichtverletzung. Eine Insassenunfallversicherung hätte dem Geschädigten eine schnelle Sofortleistung gesichert, während die Haftpflichtregulierung sich über Monate hinzog. Die Busversicherung musste hier den vollen Betrag tragen.


Fazit

Personenschäden durch Stürze im Bus können schnell sechsstellige Beträge erreichen – besonders wenn Langzeitfolgen eintreten. Eine ausreichend dimensionierte Busversicherung ist existenziell für jedes Busunternehmen. Die Insassenunfallversicherung bietet den Fahrgästen zusätzliche Sicherheit und dem Unternehmen einen Imagevorteil.


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