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Linienbus kollidiert mit Hirsch – Frontscheibe durchschlagen

von FSA24


  2026-04-10

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Ein Hirsch springt vor einen Linienbus auf einer Überlandstrecke. Die Frontscheibe wird durchschlagen, der Fahrer verletzt. 85.000 € Schaden.

Linienbus kollidiert mit Hirsch – Frontscheibe durchschlagen

In den frühen Morgenstunden kollidiert ein Linienbus auf einer Überlandstrecke in Brandenburg mit einem Rothirsch. Das Tier durchschlägt die Frontscheibe und landet im Fahrerbereich. Der Fahrer wird verletzt, der Bus ist schwer beschädigt.


Was ist passiert?

Um 5:40 Uhr morgens fährt der Linienbus mit 12 Fahrgästen auf einer Landstraße durch ein Waldgebiet. Ein ausgewachsener Rothirsch (ca. 180 kg) springt aus dem Unterholz direkt vor den Bus. Der Fahrer hat keine Chance auszuweichen.

Der Aufprall bei Tempo 70 ist so heftig, dass der Hirsch die Panorama-Frontscheibe durchschlägt und in den Fahrerbereich eindringt. Der Fahrer erleidet Schnittverletzungen an Armen und Gesicht durch Glassplitter sowie ein Schleudertrauma. Ein Fahrgast in der ersten Reihe wird durch Glasscherben leicht verletzt.

Die Schäden

Position Betrag
Frontscheibe + Rahmen (Spezialanfertigung) 12.000 €
Fahrersitz, Cockpit, Instrumentierung 18.000 €
Karosserie Front (Stoßstange, Scheinwerfer) 15.000 €
Innenraum-Reinigung und -Desinfektion 3.000 €
Personenschaden Fahrer (Behandlung, Ausfall) 25.000 €
Personenschaden Fahrgast 4.000 €
Ersatzbus für Linienverkehr (3 Wochen) 8.000 €
Gesamtschaden 85.000 €

Was zahlt die Versicherung?

Teilkasko

Wildschäden mit Haarwild (Reh, Hirsch, Wildschwein) sind über die Teilkasko gedeckt. Die Fahrzeugschäden (45.000 €) werden abzüglich Selbstbeteiligung erstattet. Wichtig: Manche Tarife decken nur Haarwild ab – bei Kollisionen mit Vögeln oder Nutztieren kann es Deckungslücken geben. Empfehlung: Tarif mit „Tierschaden aller Art" wählen.

Haftpflicht

Die Personenschäden der Fahrgäste werden über die KFZ-Haftpflicht reguliert. Der Fahrer selbst ist als Arbeitnehmer über die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) versichert.

Betriebsunterbrechung

Der Ersatzbus für den Linienverkehr (8.000 €) wird nur erstattet, wenn eine Betriebsunterbrechungsversicherung besteht. Ohne BU bleibt das Busunternehmen auf diesen Kosten sitzen.

Was lernen wir daraus?

  1. Wildunfälle sind bei Überlandlinien häufig – besonders in den Morgen- und Abendstunden zwischen Oktober und Dezember.
  2. Frontscheiben für Busse sind teuer – Panoramascheiben sind Sonderanfertigungen mit Lieferzeiten von 1 bis 3 Wochen.
  3. Teilkasko mit Tierschaden aller Art wählen – nicht nur Haarwild, sondern auch Vögel, Pferde und Nutztiere einschließen.
  4. Fahrerausfall einkalkulieren – bei Verletzungen des Busfahrers braucht das Unternehmen sofort Ersatz. Fahrerausfall kann teurer sein als der Fahrzeugschaden.

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