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Reisebus zu hoch für historische Brücke – 380.000 € Schaden

von FSA24


  2026-03-20

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Ein Reisebus fährt trotz Warnschildern unter eine zu niedrige historische Brücke. Das Dach wird aufgerissen – Gesamtschaden 380.000 €.

Reisebus zu hoch für historische Brücke – 380.000 € Schaden

Ein Reisebus folgt dem Navigationsgerät durch eine enge Altstadt und fährt unter eine historische Steinbrücke, die für Fahrzeuge über 3,20 Meter gesperrt ist. Der 3,80 Meter hohe Bus bleibt stecken, das Dach wird aufgerissen. Gesamtschaden: 380.000 €.


Was ist passiert?

Der Busfahrer war mit 36 Fahrgästen auf dem Weg zu einer Stadtbesichtigung in einer süddeutschen Altstadt. Statt die ausgeschilderte Busroute zu nutzen, folgte er seinem privaten Navigationsgerät, das ihn durch schmale Gassen führte. Warnschilder zur Durchfahrtshöhe von 3,20 Metern wurden übersehen.

Als der Bus unter die historische Sandsteinbrücke fuhr, wurde das Dach auf einer Länge von sechs Metern aufgerissen. Die Klimaanlage wurde abgerissen, Gepäckablagen brachen herunter. Glasscherben und Trümmerteile regneten auf die Fahrgäste herab. Mehrere Oberdeck-Gepäckfächer wurden zerstört.

Der Bus blieb unter der Brücke stecken und konnte weder vor noch zurück. Es dauerte drei Stunden, bis der Bus mit einem Spezialfahrzeug unter der Brücke hervorgezogen werden konnte. An der denkmalgeschützten Brücke entstand erheblicher Sachschaden – mehrere Sandsteinblöcke wurden herausgebrochen.


Schadenhöhe: 380.000 €

  • Bus (Totalschaden): 195.000 €
  • Sanierung der denkmalgeschützten Brücke: 120.000 €
  • Personenschäden und Schmerzensgeld (9 Verletzte): 42.000 €
  • Bergung des Busses: 8.000 €
  • Straßensperrung und Verkehrsumleitung: 7.000 €
  • Ersatzbeförderung der Fahrgäste: 8.000 €

Versicherungsrelevanz

Die Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert die Brückenschäden und Personenschäden. Die Kaskoversicherung übernimmt den Totalschaden am Bus – allerdings nur, wenn keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Das Missachten von Höhenbeschränkungen kann als grob fahrlässig gewertet werden, was zu einer Leistungskürzung führen kann. Eine Busversicherung mit Einschluss grober Fahrlässigkeit ist hier Gold wert.


Fazit

Durchfahrtshöhen sind ein klassisches Risiko im Reisebusverkehr. Busunternehmen sollten professionelle Busnavigationssysteme einsetzen, die Fahrzeughöhen berücksichtigen. Bei der Busversicherung ist der Einschluss grober Fahrlässigkeit dringend zu empfehlen – er kostet wenig Aufpreis, kann aber im Schadenfall hunderttausende Euro retten.


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