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Gelenkbus sackt in Baustellengrube ab – Spezialbergung 110.000 €

von FSA24


  2026-03-20

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Ein Gelenkbus sackt auf einer schlecht gesicherten Baustelle mit der Hinterachse in eine Grube ab. Die Spezialbergung kostet 110.000 €.

Gelenkbus sackt in Baustellengrube ab – Spezialbergung 110.000 €

Ein 18 Meter langer Gelenkbus fährt an einer innerstädtischen Baustelle vorbei. Plötzlich gibt die notdürftig abgedeckte Fahrbahndecke nach – die Hinterachse des Busses sackt in eine Baugrube ab. Die Spezialbergung verschlingt 110.000 €.


Was ist passiert?

Der Gelenkbus war auf seiner regulären Linie in einer Großstadt unterwegs. An einer Straßenbaustelle war die Fahrbahn verengt, der Bus musste über eine provisorisch abgedeckte Baugrube fahren. Die Stahlplatten, die die Grube abdecken sollten, waren für das Gewicht eines 18 Meter langen Gelenkbusses nicht ausgelegt.

Als die Hinterachse des Busses über die Abdeckung fuhr, brachen die Platten durch. Das Heck des Busses sackte etwa einen Meter tief in die Baugrube ab. Der Gelenkbereich des Busses wurde dabei stark verformt, das Fahrzeug verkeilte sich.

An Bord befanden sich 45 Fahrgäste. Der Bus musste evakuiert werden, wobei die schräge Lage das Aussteigen erschwerte. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt – nur leichte Prellungen und ein Schrecken. Die Bergung dauerte acht Stunden: Zwei Schwerlastkräne mussten aufgebaut werden, der Straßenabschnitt wurde komplett gesperrt.


Schadenhöhe: 155.000 €

  • Spezialbergung (2 Kräne, 8 Stunden): 110.000 €
  • Fahrzeugschaden (Gelenk, Hinterachse): 32.000 €
  • Schäden an der Baugrube: 5.000 €
  • Straßensperrung und Umleitungen: 4.000 €
  • Ersatzbeförderung: 4.000 €

Versicherungsrelevanz

Die Haftungsfrage ist hier komplex: Die Baufirma haftet für die mangelhafte Absicherung der Baugrube, das Busunternehmen trägt aber möglicherweise eine Mitschuld, wenn die Strecke hätte gemieden werden können. Die Bergungskosten von 110.000 € werden zunächst über die Kaskoversicherung vorfinanziert, bevor Regressansprüche gegen die Baufirma geltend gemacht werden. Ohne ausreichende Bergungskostendeckung in der Busversicherung bleibt das Unternehmen auf einem Großteil der Kosten sitzen.


Fazit

Baustellenbereiche sind für Busse besonders riskant – vor allem für schwere Gelenkbusse. Die Bergungskosten können schnell sechsstellig werden. Eine Busversicherung mit erweiterter Bergungskostendeckung ist für Busunternehmen unverzichtbar. Im Schadensfall sollte sofort geprüft werden, ob Regressansprüche gegen die verantwortliche Baufirma bestehen.


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